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Interview mit Henry Maske

von United Kids Foundations in Impressionen

Die Henry Maske Stiftung setzt sich seit 1999 für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Seit 2011 kooperieren die Henry Maske Stiftung und die Volksbank BraWo Stiftung im Rahmen von United Kids Foundations. Damals konnten die ersten Kindergruppen in den Altersklassen 8 bis 12 Jahre und 13 bis 17 Jahre aus der Region Braunschweig-Wolfsburg dank der finanziellen Unterstützung der Volksbank BraWo Stiftung in die PerspektivFabrik der Henry Maske A PLACE FOR KIDS Stiftung nach Mötzow/Brandenburg fahren. Seither besuchen regelmäßig Gruppen mit sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank BraWo das Feriencamp. 

1. Wie schätzen Sie die Lebenssituation von Kindern aktuell ein?
Zu viele Kinder in Deutschland müssen arm oder von Armut bedroht aufwachsen. Das ist eine unhaltbare Situation, die sich, fürchte ich, in Zukunft eher weiter verschärfen, als entspannen wird. Insofern sind wir alle mehr denn je gefragt, diesen Kindern Perspektiven aufzuzeigen und sie nach Kräften beim Erwachsenwerden zu unterstützen.

2. Was gab für Sie den Impuls, eine Stiftung für Kinder und Jugendliche ins Leben zu rufen?
Es gibt viele Dinge, die ich aus meiner sportlichen Karriere für mich mitgenommen habe und die Teil von mir geworden sind.  Jede Sportart vermittelt wichtiges gesell¬schaftliches Rüstzeug wie Fairness, Toleranz, Respekt und Disziplin – aber auch das Durchhaltevermögen, ein gestecktes Ziel zu erreichen.  Doch das alleine reicht nicht. Man braucht vor allem die Menschen an seiner Seite, die einem helfen, seine Ziele zu verwirklichen. Und dieses große Glück hatte ich von klein an. Das war Motivation für mich etwas zurückzugeben an die vielen Kindern und Jugendlichen, denen dieser Beistand fehlt.

3. Wie ist die Kooperation im Rahmen des Kindernetzwerkes United Kids Foundations zustande gekommen? Welche Rolle spielt ein Partner wie die Volksbank BraWo Stiftung für die Arbeit ihrer Stiftung?
Ursprung war ein zwangloser Austausch mit Herrn Brinkmann und Herrn Krollmann. Es stellte sich schnell heraus, dass unsere Organisationen gleiche Ziele verfolgen. Wir waren uns einig, dass wir Kinder stark machen und diejenigen unterstützen möchten, die in einem benachteiligten Lebensumfeld aufwachsen. Wir haben dann sofort Nägel mit Köpfen gemacht und ich bin sehr glücklich über die Kooperation. United Kids Foundations ist mit der Volksbank BraWo Stiftung ein starker und verlässlicher Partner für uns. Es ermöglicht uns, gezielt benachteiligte Kinder aus Niedersachsen zu fördern und unterstützt zugleich finanziell. In dieser Doppelfunktion ist das Kindernetzwerk einer unser wichtigsten Partner und ich freue mich, dass wir in diesem Jahr auf das 5- jährige Jubiläum einer erfolgreichen Zusammenarbeit zurückblicken dürfen.

4. Was bedeutet Ihnen die Arbeit mit Kindern?
Wir bekommen viele Mails mit positivem Feedback, Dankesschreiben, Fotos oder auch Handgemaltes und -gebasteltes. Das bestärkt mich darin weiterzumachen und jeder Besuch eines unserer Feriencamps, löst die gleiche Reaktion in mir aus. Dass unsere Kinder nun auch zu Hause und in der Schule von Ihren Ferienerlebnissen berichten können, gibt mir ein großartiges Gefühl. Aber am schönsten ist für mich immer noch der Blick in glückliche Kinderaugen.

5. Hat sich Ihre Arbeit im Hinblick auf die derzeitige Flüchtlingssituation verändert? Worin besteht der Unterschied? 
Unsere Arbeit bleibt dieselbe, aber wir haben auf die Veränderungen reagiert. Konkret heißt das, dass wir seit zwei Jahren auch minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen in unserer PerspektivFabrik eine Anlaufstelle bieten. Das ist eine große Herausforderung, denn diese Kinder haben Erfahrungen machen müssen, die man niemandem zumuten sollte. Ich bin froh, dass wir das mit unserem engagierten Team auffangen können.

6. Was verändert sich für die Kinder durch einen Aufenthalt in der PerspektivFabrik? Was möchten Sie Ihnen mitgeben?
Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich die Lebenswelt der Kinder nicht verändern kann, indem wir Ihnen eine schöne Ferienzeit ermöglichen. Trotzdem gibt es Schlüsselerlebnisse in den Ferien, die dazu beitragen, den Kindern zu vermitteln, dass sie begabt sind, gebraucht werden und eine Bereicherung für uns sind. Wenn so ein Funke überspringt und wir den Kindern und Jugendlichen Selbstvertrauen und Lebenslust vermitteln können, haben wir schon einiges erreicht.

7. Haben Sie Ihre Ziele erreicht? Was planen Sie für die Zukunft?
Wir haben mit der PerspektivFabrik einen wunderbaren Ort geschaffen, wo Kinder und Jugendliche eine schöne und unbelastete Zeit erleben können. 
Das hatte ich mir genauso gewünscht. 
Der nächste Schritt ist sicher, dass wir mit bestehenden sowie neuen engagierten Partnern die Schulferienzeiten voll ausschöpfen können. Das betrifft insbesondere die Ferienrandzeiten. Ist das erreicht, kann man über vieles, eventuell auch über eine Erweiterung des Geländes, nachdenken.

8. Stellen Sie sich vor, Sie hätten für die PerspektivFabrik drei Wünsche frei – Was wünschen Sie sich?
Im Grunde habe ich nur einen Herzenswunsch. Es bedeutet immer auch eine finanzielle Herausforderung für unsere kleine Stiftung, in der PerspektivFabrik über die gesamten Schulferien Kinderaugen zum Strahlen zu bringen. Gerade in der jetzigen Zeit, wo sich gesellschaftliche Herausforderungen zunehmend vielschichtiger darstellen, ist es wichtiger denn je, unsere Kinder hier in Deutschland mit Ihren Problemen nicht alleine zu lassen.
Deshalb wünsche ich uns verstärkt Unterstützung durch neue Spender und dass unsere Partner, deren Vertrauen und Wertschätzung wir bereits gewinnen konnten, uns weiterhin auf unserem Weg begleiten.

Zum Schluss vielleicht noch ein Anliegen, das mich seit Stiftungsgründung immer wieder beschäftigt. Der Blick auf unsere Kinder beinhaltet auch immer den Blick auf uns selbst. 
Er zeigt uns, inwieweit wir uns unserer Vorbildfunktion gerecht werden und diese im Alltag im Sinne unserer Kinder kritisch hinterfragen. Ich wünschte mir, dass weit mehr Menschen sich dieser immensen Verantwortung bewusst wären und entsprechend handelten.

Fotos von Monique Wüstenhagen

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