Kinderarmut
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Kinderarmut in der Region Braunschweig-Wolfsburg

Fakten zur Kinderarmut in der Region Braunschweig-Wolfsburg

Der Deutsche Kinderschutzbund geht davon aus, dass in Deutschland jedes sechste Kind in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen aufwächst. Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt leben in der Region Braunschweig-Wolfsburg jedoch mehr Kinder in Armut als in anderen Regionen.

Die Fakten

Braunschweig: 25 % aller Kinder und Jugendlichen leben in bedürftigen Familien. Das sind 10.000 Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren.

Gifhorn: Die Kinderarmutsquote beträgt 12,45 %. 3.460 Kinder und Jugendliche sind betroffen.

Salzgitter: 22,6 % aller Kinder bis 18 Jahre leben unterhalb der Armutsgrenze. Über 3.000 Kinder sind betroffen.

Wolfsburg: Jedes sechste Kind unter 15 Jahren ist von der Einkommensarmut der Eltern betroffen. Die Stadt beziffert 2.180 Kinder (14,2 %).

Insgesamt leben über 18.500 Kinder in unserer Region in Armut!

Das Ziel, diese Kinderarmut zu bekämpfen, ist im Jubiläumsjahr 2015 das herausragende Anliegen von United Kids Foundations.

1000 x 1000 - die große Jubiläums-Kampagne der Volksbank BraWo gegen Kinderarmut

Wie wird Armut definiert?

8.000 Kinder in Braunschweig haben Eltern, die Hartz IV Empfänger sind.

ALG II Eckregelsatz 100% 399 Euro
Partner 90% 360 Euro
15- bis 17-jährige Angehörige Kinder der Bedarfsgemeinschaft § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II   302 Euro
18- bis 24-jährige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft (= volljährige Kinder) § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II 80% 320 EUR
Kinder ab 6 bis einschl. 13 Jahre 70% 267 Euro
Kinder bis einschl. 5 Jahre  60% 234 Euro

Eine Familie mit Vater, Mutter und zwei grundschulpflichtigen Kindern würde somit von 1.293 Euro leben.

Zu den 8.000 Kindern kommen noch etwa 2.000 Kinder, deren Eltern nach dem Asylleistungsgesetz Geld erhalten, Wohngeld erhalten, Sozialhilfeempfänger sind oder die Kinder Kindergeldzuschlag bekommen. Die Höhe der Regelsätze der Sozialhilfe wird durch die Regelsatzverordnung gem. § 40 SGB XII geregelt. Der Eckregelsatz für den Haushaltsvorstand oder für Alleinstehende beträgt bundeseinheitlich 364 Euro. Der Regelsatz für Haushaltsangehörige beträgt 257 Euro.
Eine Familie mit Vater, Mutter und zwei Grundschulpflichtigen Kindern würde somit von 1.135 Euro leben.

Egal welche soziale Leistung eine Familie empfängt – für eine vierköpfige Familie liegt die finanzielle Versorgung immer zwischen 1.100 und 1.300 Euro.

Die Grenze zur Armut ist nach den Maßstäben der Statistiker klar gezogen: Wer in Deutschland als Single weniger als 980 Euro im Monat zum Leben hat, gilt als arm. Das entspricht 60 Prozent des mittleren Einkommens (Stand 2013). Bei einer vierköpfigen Familie verschiebt sich die Armutsgrenze nach oben - auf etwas mehr als 2.000 Euro. Es geht dabei um "relative Armut", um den Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe. Also darum, ob man sich beispielsweise einen Kinobesuch leisten kann oder nicht.

Mehr zum Thema beim Sozialreferat der Stadt Braunschweig

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